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Vinylboden kleben

Vinylboden kleben

Ein Vinylboden zum Kleben ist besonders dünn und hat keine Klickverbindung. Er kommt überwiegend im Objektbereich zum Einsatz. Als Laie sollten Sie das Projekt „Vinylboden kleben“ keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Wir stellen Ihnen diese Verlegemethode im heutigen Beitrag einmal genauer vor.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Ist Vinylboden zum Kleben die richtige Kaufentscheidung?
  2. Vinylboden zum Kleben – Die Vorteile
  3. Vinylboden zum Kleben – Die Nachteile
  4. Vinylboden kleben – So geht’s
  5. Die häufigsten Fehler beim Vinylboden kleben
  6. Unser Fazit

 1. Das sollten Sie vor einer Verklebung bedenken

Grundsätzlich sollten Sie vor der Verlegung Ihres Vinylbodens folgende Punkte abklären:

    • Welche technischen Gegebenheiten und Anforderungen liegen vor: Wie sind Untergrund, Größe und Zuschnitt des Raumes, Licht- und Wärmeverhältnisse beschaffen?
    • Wie stark wird der Boden belastet?
    • Gibt es technische Anforderungen an Rutschhemmung?
    • Muss der Boden antistatisch sein?
    • Kommen Chemikalien zum Einsatz, wie beispielsweise bei der Sterilisierung in einer Zahnarztpraxis?

Um den Entschluss für oder gegen einen Vinylboden zum Kleben zu fassen, ist der Zeitraum für die Nutzung des Raums ebenfalls wichtig. Muss nach Ende des Mietverhältnisses der Raum in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden, sollten Sie einem Vinylboden mit Klickverbindung und schwimmender Verlegung den Vorzug geben. So lässt sich der Vinylboden später wieder leicht entfernen. Handelt es sich um eine längerfristige Lösung, bietet sich jedoch durchaus ein Vinylboden zum Kleben an. Fernerhin spielt Ihre Preisvorstellungen eine Rolle: Ist das Budget knapp bemessen, lässt sich beim Kauf eines Vinylbodens einiges einsparen, wenn Sie, beispielsweise bei den Gestaltungswünschen, flexibel sind. Und auch für Gewerbezwecke gibt es stark reduzierte Restposten. Wer seinen Vinylboden jedoch nach und nach in Etappen verlegen möchten, sollte allerdings zu einer Bodenserie greifen, die über eine längere Zeit im Sortiment vorhanden ist.

Ebenfalls von Bedeutung sein kann die optische Wirkung des Bodens in der Fläche. Nicht jeder Vinylboden erzielt die gleiche Wirkung. Format, Farbe und Design haben, vor allem im Zusammenspiel mit Größe und Zuschnitt des Raums, sowie seiner Gestaltung, Ausstattung und Beleuchtung, einen Einfluss auf die Raumwirkung. Des Weiteren sind die Pflege des Vinyls und dessen Nutzung relevant.

 2. Vinylboden zum kleben – Die Vorteile

Für die professionelle Verklebung mit Nassbettkleber kommen elastische Vinylböden bzw. Klebevinyl zum Einsatz. Ein vollflächig verklebter Vinylboden erzeugt dabei eine sehr feste Verbindung mit dem Untergrund. So überträgt der Vinylboden Gehgeräusche direkt in die „Masse” Estrich. Hohlklingende Klappergeräusche können also gar nicht erst entstehen. Für die Raum-Akustik ist diese Art der festen Verklebung ideal, denn der Gehschall reduziert sich auf ein Minimum. Ist der Vinylboden hohen Druckbelastungen ausgesetzt, bietet sich eine Nassbettverklebung ebenfalls an. Ein verklebter Vinylboden verträgt hohe Belastungen nämlich deutlich besser. Das macht sich gerade im Objektbereich bezahlt: Häufig werden hier schwere Möbel oder Einrichtungsgegenstände wie beispielsweise Ladentheken eingesetzt.

Auf einen für das Verlegen gut vorbereiteten Untergrund können Sie einen klassischen Vinylboden meist kostengünstiger ausbringen als Klick Vinyl. Das spart vor allem Materialkosten. Weist der Untergrund keine Dehnungsfuge auf, können Sie Klebevinyl quasi endlos verlegen. Dabei profitieren Sie gleich zweifach: Erstens erhalten Sie eine durchgehende Fläche ohne optisch störende Unterbrechung, zweitens gibt es auch keine Stolperfallen durch Bodenschienen oder Übergangsprofile. Ein Argument, dass beispielsweise für barrierefreie Nutzflächen in Seniorenwohnheimen besonders interessant ist. Ebenso bezahlt macht sich ein stolperfreier, großflächig verklebter Vinylboden in stark frequentierten Objekten und auf gewerblichen Flächen.

Was spricht noch für das Verkleben eines Vinylbodens? Die geringe Aufbauhöhe! Oftmals geht es hier um jeden Millimeter, schließlich lassen sich bereits vorhandene Elemente, wie z.B. eine Glastür nicht einfach abschleifen. Da punktet ein Vinylboden mit geringer Aufbauhöhe deutlich. Und nicht nur damit, es lassen sich auch einzelne Elemente des Klebevinyls austauschen. So können Sie lokale Schäden am Vinylboden mit wenig Aufwand schnell und kostengünstig reparieren. Weiterer Pluspunkt: Die Kombination mit einer Fußbodenheizung – bekanntlich für viele Bodenbeläge aufgrund von Temperaturschwankungen eine echte Herausforderung. Kein Problem jedoch für einen Vinylboden. Er überzeugt mit einer ausgezeichneten Wärmeleitfähigkeit.

3. Vinylboden zum Kleben – Die Nachteile

Um einen Vinylboden nass zu verkleben, sind Fachkenntnisse und viel Erfahrung notwendig. Ein perfekt vorbereiteter Untergrund ist essentiell, außerdem muss er absolut eben, fest und ggf. verspachtelt sein. Je nach den zu leistenden Vorarbeiten ist der Aufwand dabei sehr hoch und auf keinen Fall zu unterschätzen. Ein schwimmend verlegter Vinylboden ist in diesem Punkt klar im Vorteil.
Bedenken Sie außerdem: Die Demontage eines verklebten Vinylbodens ist ein ordentlicher Kraftaufwand. Der Bodenbelag wird dabei vollständig zerstört. Anschließend muss der Untergrund, abhängig vom jeweiligen neuen Bodenbelag, wiederaufbereitet werden. Kosten, die Sie bereits gedanklich berücksichtigen sollten, bevor Sie einen Vinylboden vollflächig verkleben.

4. Vinylboden kleben – So geht‘s

Schritt 1: Den alten Bodenbelag entfernen

Im ersten Arbeitsschritt entfernen Sie die Sockelleisten. Sind die Sockelleisten angeklebt, kann die Tapete bzw. Farbe reißen und Schaden nehmen. Das können Sie verhindern, indem Sie die Tapete oder die Farbe oberhalb der Sockelleiste mit dem Teppichmesser oder einem Cutter einschneiden. Anschließend hebeln Sie die alte Sockelleiste ab. Entfernen Sie außerdem die Übergangsprofile an den Türen. Haben Sie einen alten Bodenbelag aus Linoleum, Laminat oder Teppich, muss dieser komplett entfernt werden. Schneiden Sie dazu den Altbelag mit einem scharfen Teppichmesser mit Hakenklinge in schmale Streifen. Danach ziehen Sie ihn ab.

Unser Tipp: Je schmaler die Streifen sind, in die Sie den Altbelag schneiden, umso leichter lassen sie sich entfernen.

Schritt 2: Den Untergrund vorbereiten

Entfernen Sie die Klebereste des alten Bodens sorgfältig. Bei einer kleinen Fläche genügt es, dazu einen Spachtel oder Stechbeitel zur Hilfe zu nehmen. Für größere Flächen mit Kleberresten empfiehlt sich der Einsatz eines Exzenterschleifers für den Handbetrieb oder Sie mieten sich eine Tellerschleifmaschine. Alle losen Teile und den anfallende Schleifstaub müssen Sie gründlich entfernen. Damit Türen, die sich in den Raum öffnen, bei diesen Arbeiten nicht stören oder womöglich beschädigt werden, hängen Sie diese am besten aus. Den Türrahmen schützen Sie mit einem Kreppband mit Abdeckfolie.

Ist die Fläche des Untergrunds sauber und glatt? Überprüfen Sie mittels Wasserwaage, ob der Raum plan ist oder Unebenheiten ausgeglichen werden müssen. Mit Fließspachtel können Sie die gesamte Bodenfläche in einem Arbeitsschritt glätten und ebnen. Was Sie dabei jedoch unbedingt vorab erledigen sollten: Bringen Sie umlaufend an den Wänden Randdämmstreifen an, um die Wände zu entkoppeln! Ist der Boden dann eben, grundieren Sie die saubere Bodenfläche – bei saugfähigen Untergründen verwenden Sie dazu Tiefengrund. Die Grundierung tragen Sie an den Rändern mit einem Pinsel auf; bei großen Flächen nehmen Sie zum Auftragen eine Rolle. Anschließend gut trocknen lassen.

Den Fließspachtel aufbringen

Die Fließspachtelmasse mischen Sie laut Herstelleranweisung im angegebenen Mischverhältnis in einem sauberen Mörtelkübel (Maurerbütt) an. Ein klumpenfreies Anrühren gelingt am besten mit einem Rührwerk. Die Spachtelmasse bringen Sie anschließend von einer Ecke des Raumes zur Tür hin aus. Dazu schütten Sie einen Teil der Masse in einer Ecke des Raumes aus und unterstützen dann mit einer Glättkelle das Verlaufen der Masse. Nach und nach gießen Sie so immer weiter Spachtelmasse aus bis diese sich im Raum gleichmäßig verteilt hat. Dabei arbeiten Sie immer nass in nass. Lufteinschlüsse in der Spachtelmasse lassen sich vermeiden, indem Sie mit einer Nagelwalze über die nasse Fläche rollen. Weist die Fläche noch Unebenheit auf? Schleifen Sie mit dem Exzenterschleifer nochmals über diese Stellen im getrockneten Untergrund. Abschließend den Untergrund gründlich absaugen und mit Tiefengrund zur weiteren Vorbereitung für das Verkleben des Vinylbodens grundieren.

Fließspachtel aufbringen

Vinylboden vollflächig verkleben

Bevor Sie loslegen, sollten Sie die Fläche des Raums möglichst optimal aufteilen. Dazu messen Sie den Raum vor dem Verlegen aus und bringen mittig Markierungen an. Das geht am besten zu zweit und mit einer Schlagschnur. Die Schnur dazu über die Raumbreite spannen und anschließend loslassen. Trifft sie auf dem Untergrund auf, hinterlässt sie eine farbige Linie.

Je nach Anleitung tragen Sie nun den Kleber mit dem vorgeschriebenen Werkzeug auf. Die Herstellerangaben bzw. Verarbeitungshinweise für den Vinylkleber geben auch an, wie lange der Kleber offenbleibt. Das bedeutet: Während dieser Zeitspanne können Sie die Vinyldielen verlegen. Deshalb ist es wichtig, stets nur so viel Kleber auf den Untergrund aufzutragen, wie Sie auch verarbeiten können.

Die erste Diele muss exakt sitzen, an ihr richten Sie nach und nach die weiteren Reihen aus. Sie sollte also gerade sein. Legen Sie die erste Vinyldiele entlang der Markierungslinie ins Klebebett. Liegt diese exakt gerade, drücken Sie die Vinyldiele mit einer Andrückrolle in das Klebebett. Die nächsten Dielen verlegen Sie reihenweise in Richtung der Wand. Dabei können Sie erst einmal nur mit ganzen Formaten arbeiten und die Fläche soweit fertig stellen. Versetzen Sie die Reihen jeweils um mindestens 30 cm. Anschließend fertigen Sie die Vinyldielen-Zuschnitte zur Wandseite hin an und verlegen diese. Letztendlich geht es auf diese Weise schneller voran, als wenn Sie in jeder einzelnen Reihe Zuschnitte der Vinyldielen anfertigen. Halten Sie beim Verkleben der Vinyldielen zu den Wänden immer einen Abstand von Minimum 2 mm ein. Keine Sorge: Später ist er unsichtbar und wird von den Sockelleisten verdeckt.

vinylboden verlegen

So fertigen Sie Vinyl-Zuschnitte in der Länge an

    • Legen Sie eine neue Diele rundum deckungsgleich auf die letzte Diele in der Reihe
    • Eine weitere aufgelegte Diele dient als Maß für den richtigen Abstand und als Schneidekante
    • Ritzen Sie nun die mittlere Vinyldiele mit einem scharfen Teppichmesser (Cutter) entlang der obersten Diele an.
    • Legen Sie die oberste Diele danach beiseite.
    • Knicken Sie jetzt die angeritzte Vinyldiele anhand des Schnitts ab.
    • Schneiden Sie die angeritzte Diele mit dem Cuttermesser anschließend komplett durch.
    • Diese Vinyldiele passt jetzt in die vorgesehene Lücke.

Bei allen weiteren Lücken und Abschnitten gehen Sie ebenso vor.

Auch die letzte Diele Richtung Wand muss geschnitten werden. Ganz wichtig: Die Schnittkante muss zur Wand zeigen! Legen Sie wieder eine Vinyldiele deckungsgleich auf die letzte verlegte Diele. Markieren Sie den benötigten Zuschnitt mit einer weiteren aufgelegten Diele, die Sie Richtung Wand schieben. Zur Wand dabei einen Abstand von 2 mm einhalten! Als Alternative können Sie den benötigten Abstand mit einem Zollstock abmessen, auf der Vinyldiele einzeichnen und diese dann zuschneiden.

Am Türrahmen oder in Raumnischen ist das Zuschneiden des Vinylbodens etwas komplizierter. Hier übertragen Sie jeweils durch das Auflegen einer weiteren Diele den benötigten Zuschnitt. Oder Sie messen diese Bereiche vor dem Zuschneiden aus und übertragen die Angaben mit Hilfe von Lineal und Bleistift auf die anzupassende Vinyldiele.

Unser Tipp: Ritzen Sie einzelne Schnitte nur von der Oberfläche an. Knicken Sie dann entlang der Linie die Vinyldiele ab und überprüfen Sie, ob der Zuschnitt passt. Erst danach die angepasste Vinyldiele einkleben.

Die Vinylboden Verlegung an Heizungsrohren braucht ebenfalls ein wenig mehr Aufmerksamkeit: Hier übertragen Sie die Position der benötigten Löcher mit Lineal und Bleistift auf die Vinyldiele. Mit einem Forstnerbohrer bohren Sie dann die Löcher für die Rohröffnungen heraus. Das geht am besten so:

    • eine Unterlage unter die Diele legen, z.B. eine Hartschaumplatte
    • den Lochdurchmesser etwas größer als den Rohrdurchmesser wählen, dadurch lässt sich die Vinyldiele später besser einpassen
    • die Stege zwischen den Löchern aufschneiden
    • die Diele über die Rohre stülpen

Die Ausschnitte dürfen an den Heizungsrohren nicht zu groß sein. Sie sollen später durch Heizkörperrosetten abgedeckt werden können.

Die letzten Vinyldielen an der Wand werden jeweils wie oben beschrieben in Länge und Breite angepasst und anschließend eingeklebt. Heben Sie einige Vinyldielen als Reserve auf. So können beschädigte Elemente ggf. ausgetauscht werden.

Schritt 4: Die Abschlussarbeiten

Bevor Sie die Sockelleisten montieren, überprüfen Sie mit einem Ortungsgerät, ob in der Wand Leitungen und Rohre verlegt wurden. Damit die Sockelleisten in den Ecken im Winkel aufeinandertreffen, schneiden Sie sie mit der Gehrungssäge auf Gehrung. Je nach Hersteller stehen auch Eckverbinder zur Verfügung. Die einzelnen Abschnitte der Sockelleisten verschrauben Sie an der Wand. Dazu markieren Sie zunächst die äußeren Schraubenlöcher ca. 5 cm entfernt von den Enden der Leiste. Die weiteren Markierungen sollten im Abstand von ca. 50 cm erfolgen. Nach dem Anzeichnen der Bohrlöcher legen Sie die Sockelleiste auf eine Unterlage und bohren die Schraublöcher mit Hilfe eines Holzbohrers in die Leisten, und zwar in Höhe der Leistenmitte. Im folgenden Schritt platzieren Sie die Holzleisten an der Wand und bohren mit einem Steinbohrer durch die Bohrlöcher hindurch die Wand leicht an. Danach die Sockelleiste beiseitelegen. Nun bohren Sie mit dem eingestellten Tiefenanschlag an der Bohrmaschine die Löcher für die Dübel. Sind die Dübel eingesetzt, verschrauben Sie die Holzleisten. Alternativ bieten sich Halterungen mit Klicksystemen an. Der Vorteil: Es sind keine Schrauben zu sehen. Zum Schluss noch das Übergangsprofil zum nächsten Raum verschrauben.

5. Die häufigsten Fehler beim Vinylboden kleben

Ein geklebter Vinylboden überzeugt gerade im Objektbereich mit vielen Vorteilen. Dennoch gibt es einige Tücken zu meistern. So ist manche Hürde bereits beim Verlegen zu nehmen, andere Fehler treten speziell im Objektbereich auf. Grundsätzlich zahlt sich Fachkenntnis beim Verkleben eines Vinylbodens in diesem Fall ganz klar aus.
Insbesondere bei der Zusammenarbeit verschiedener Gewerke im Bau sind eine genaue Absprache der Arbeiten und der richtige Zeitpunkt für deren Ausführung sehr wichtig. Wird aufgrund mangelnder Kommunikation zu langsam oder schnell gearbeitet, kann das zu Schäden am Vinylboden führen. Arbeiten Sie daher gründlich, genau und offen. Das zahlt sich aus!
Der Untergrund: Die häufigsten Fehler betreffen den Untergrund. Sie sollten den Untergrund genau kennen, prüfen und darauf abgestellte Entscheidungen für die nächsten Arbeitsschritte treffen. – Ist der Estrich oder Untergrund noch feucht? Die Restfeuchte des Untergrunds zu messen und zu protokollieren ist sehr wichtig. Vinyl ist kein diffusionsoffener Belag wie beispielsweise ein Teppich. Feuchtigkeit diffundiert nicht, sie kann nicht über den Vinylboden in den Raum abgegeben werden. Bei zu großer Restfeuchte im Untergrund sammelt sich dann die Feuchtigkeit unter dem Vinyl und der Boden schlägt an diesen Stellen Beulen.

Akklimatisierung: Ein Vinylboden braucht vor dem Verlegen mindestens 48 Stunden Zeit, sich an die Raumtemperatur zu gewöhnen. Leider entsteht viel zu häufig die Problematik, dass der Vinylboden bei einer Außentemperatur von 10° C geliefert und dann direkt im viel wärmeren Objekt verlegt wird. War der Boden beim Verlegen zu kalt, wird er sich mit der Zeit ausdehnen. Wird der Kleber nun diesen Zugkräften ausgesetzt, bevor er überhaupt abgebunden hat, können einzelne Vinyl Elemente reißen. Ein weiterer typischer Fehler, der gerade im Objektbereich auftritt: Der Boden wird zum Akklimatisieren in den Raum gebracht, allerdings bleibt er verpackt auf der Palette stehen. Unter Umständen erwärmen sich auf diese Weise nur die Randbereiche, im Inneren bleiben die Vinyldielen hingegen kalt. Daher empfehlen wir dringend: Nehmen Sie Ihren Vinylboden zum Akklimatisieren von der Palette und lagern Sie Ihn ebenerdig übereinandergestapelt.

Anleitung beachten: Die geplante Verlegung ist nicht in der Artikelanleitung beschrieben? Fragen Sie beim Hersteller nach und sichern Sie sich ab, ob Ihre geplante Verlegung so möglich ist!

Materialien: Häufig verwenden Heimwerker aus Unkenntnis oder Kostengründen Materialien, die nicht ideal zusammenpassen. Davon raten wir dringend ab. Denn kombinieren Sie einen beliebigen Kleber mit irgendeiner Spachtelmasse, kann es sein, dass der Kleber nicht richtig klebt. Im schlimmsten Fall bilden sich womöglich Fugen oder der Boden löst sich ab. Verwenden Sie daher nur Materialien, die aufeinander abgestimmt sind.

Dehnungsfugen: Beachten Sie die Dehnungsfugen im Untergrund! Diese Dehnungsfugen geben dem Estrich, bzw. Unterbau die Möglichkeit, auf Bewegung der Bauteile und Temperaturschwankungen zu reagieren. Wenn Sie einen Vinylboden verkleben, muss dieser Oberbelag diese Dehnungsfugen übernehmen können – bei Nicht-Beachtung können Schäden im Boden entstehen: Fugenbildung, Verwerfung oder Wellung.

Verarbeitungszeiten: Eine nicht zu unterschätzende Tücke stellen die vorgegebenen Zeiten bei der Verarbeitung dar. Gern wird der Kleber zu lange offen stehen gelassen. Die Folge: Auf dem Kleber bildet sich eine Haut und er klebt nicht mehr richtig. Unter Umständen halten dann auch die einzelnen Vinyl Elemente nicht mehr, es bilden sich Hohlräume.

Fußbodenheizung: Bevor ein Vinylboden verlegt werden kann, muss die Fußbodenheizung eingestellt worden sein. Das heißt, die Fußbodenheizung muss vor dem Verlegen in der Aufheizphase auf höchste Leistung gestellt werden. Nur so dehnt sich der Estrich und verliert an Spannung. Wird ein Vinylboden vor oder während der Aufheizphase verlegt, wirkt sich das negativ aus: Der Vinylboden wird über die maximale Oberflächentemperatur von 28° C erwärmt. Er dehnt sich dabei übermäßig aus, was zur Folge hat, dass sich die einzelnen Vinyl Elemente wellen. Es ist deswegen wichtig, dass sich Heizungsbauer und Bodenleger genau absprechen. Unsere Empfehlung: Am besten lassen Sie sich immer die Aufheizprotokolle zeigen!

6. Unser Fazit

Ein vollflächig verklebter Vinylboden bietet zahlreiche Vorteile. Fest verklebt ist er äußerst strapazierfähig, belastbar und weist einen hohen, geräuscharmen Gehkomfort auf. Gerade bei langjähriger Nutzung und im gewerblichen Bereich sowie in Arztpraxen oder Seniorenheimen hat sich das bewährt. Und auch bei hohen Druckbelastungen zahlt sich die Nassbett-Verklebung aus. Wird der Vinylboden über einer Fußbodenheizung ausgebracht, sorgt das Verkleben für eine gute Wärmeübertragung. Bei all dem Sonnenschein sollten Sie sich aber stets auch die Schattenseiten vor Augen führen. So ist die Verklebung eines Vinylbodens ausschließlich für erfahrene Handwerker geeignet oder sollte in die Hände eines Fachmanns gegeben werden. Die perfekte Vorbereitung des Untergrunds ist das entscheidende A und O. Und auch, wenn ein fest verklebter Vinylboden ausgesprochen langlebig ist, lässt er sich dadurch jedoch auch nur schwer wieder entfernen. Das sollten Sie insbesondere in Mietobjekten vor dem Verlegen bedenken.

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